Die Stadtwerke München oder der weite Weg zum Wasser
Der Weg zum Wasseranschluss war die reinste Pilgerfahrt, gefühlte 82 km lang, der Wasserweg vom Tegernsee bis nach München, zu Fuß versteht sich. Am Anfang schien alles ganz einfach. Die Hausinstallation wird bis zur Wasseruhr komplett von Luxhaus durchgeführt, der Netzanschluss erfolgt über die Stadtwerke, die ja auch den Mehrspartenanschluss gelegt haben. Beides lief eigentlich reibungslos, es fehlte nur noch die Wasseruhr. Unser Bauleiter war mehr als verblüfft als wir ihn das erste Mal anriefen, das war im Oktober 2007. Eigentlich hätten die Stadtwerke die Wasseruhr gleich zusammen mit dem Netzanschluss installieren sollen. Falsch gedacht! Die Stadtwerke führen die Installation nämlich nur in Zusammenarbeit mit einem Installateur durch, natürlich nicht irgendein Installateur, sondern einer aus München mit entsprechender Zulassung. Der Installateur wiederum beantragt eine Art Inbetriebnahme durch die Stadtwerke. Diese wiederum kann erst erfolgen, wenn die Sanitärinstallationen ausgeführt sind, die Stadtwerke wollen nämlich prüfen ob alle Armaturen korrekt und ggf. mit Rückflussverhinderer ausgestattet sind. Wozu das den? Ist denn in der Hauptleitung nicht schon einer eingebaut? Das sind ja sizilianische Verhältnisse.
Am besten fand ich die Argumentation vom Installateur der Firma Aquaheat aus München, folgende Annahme: Die Badewanne ist voll, die Duschbrause hängt im Wasser, dann bricht das Trinkwassernetz zusammen, durch den Sog in der Leitung wird das verschmutzte Wasser aus der Wanne in das Netz zurückgezogen und verunreinigt das Leitungssystem der Stadt… aber wie soll das gehen, der Wasserhahn ist doch normalerweise zu wenn die Wanne voll ist?! Ich versteh die ganze Logik nicht! Und überhaupt, wieso dürfen dann in München Duscharmaturen ohne Rückflussverhinderer verkauft werden?!
Am 9. Mai 2008 wars dann soweit, die Wasseruhr wurde gesetzt, ein herzliches Danke an die Stadtwerke

















