Abenteuer Fertighaus Erfahrungen mit einem Holzhaus von Luxhaus

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Die Stadtwerke München oder der weite Weg zum Wasser

Der Weg zum Wasseranschluss war die reinste Pilgerfahrt, gefühlte 82 km lang, der Wasserweg vom Tegernsee bis nach München, zu Fuß versteht sich. Am Anfang schien alles ganz einfach. Die Hausinstallation wird bis zur Wasseruhr komplett von Luxhaus durchgeführt, der Netzanschluss erfolgt über die Stadtwerke, die ja auch den Mehrspartenanschluss gelegt haben. Beides lief eigentlich reibungslos, es fehlte nur noch die Wasseruhr. Unser Bauleiter war mehr als verblüfft als wir ihn das erste Mal anriefen, das war im Oktober 2007. Eigentlich hätten die Stadtwerke die Wasseruhr gleich zusammen mit dem Netzanschluss installieren sollen. Falsch gedacht! Die Stadtwerke führen die Installation nämlich nur in Zusammenarbeit mit einem Installateur durch, natürlich nicht irgendein Installateur, sondern einer aus München mit entsprechender Zulassung. Der Installateur wiederum beantragt eine Art Inbetriebnahme durch die Stadtwerke. Diese wiederum kann erst erfolgen, wenn die Sanitärinstallationen ausgeführt sind, die Stadtwerke wollen nämlich prüfen ob alle Armaturen korrekt und ggf. mit Rückflussverhinderer ausgestattet sind. Wozu das den? Ist denn in der Hauptleitung nicht schon einer eingebaut? Das sind ja sizilianische Verhältnisse.

Am besten fand ich die Argumentation vom Installateur der Firma Aquaheat aus München, folgende Annahme: Die Badewanne ist voll, die Duschbrause hängt im Wasser, dann bricht das Trinkwassernetz zusammen, durch den Sog in der Leitung wird das verschmutzte Wasser aus der Wanne in das Netz zurückgezogen und verunreinigt das Leitungssystem der Stadt… aber wie soll das gehen, der Wasserhahn ist doch normalerweise zu wenn die Wanne voll ist?! Ich versteh die ganze Logik nicht! Und überhaupt, wieso dürfen dann in München Duscharmaturen ohne Rückflussverhinderer verkauft werden?!

Am 9. Mai 2008 wars dann soweit, die Wasseruhr wurde gesetzt, ein herzliches Danke an die Stadtwerke


Das Wohnbad oder ein Bad ohne Fliesen

Das Badezimmer wird ja inzwischen gerne als Wohnraum oder Wellness Lounge oder noch schlimmer Wellness Oase betrachtet. Ganz klar, kaum ein Bauherr will mehr eine geflieste Nasszelle, gefragt ist ein Wohnbad in dem man sich entspannen und wohlfühlen kann. Aber wer hat schon 50.000 EUR für die Einrichtung des Badezimmers zur Verfügung und wer hat ein Bad mit 30 m² Grundfläche so daß er wie Philippe Starck die Badewanne mitten in den Raum stellen kann. Für uns kam lediglich die Variante “kleines Bad” in Frage, denn im Grundriss blieben für die zwei Bäder im EG und OG nicht mehr viele Quadratmeter übrig. Und jetzt mal ehrlich, Zeit zum zum Lesen und stundenlangen Badeorgien bleiben einem bei 2 Kindern eh selten.

Unser erstes Problem war die wasserfeste Wandoberfläche ohne Fliesenspiegel. Wie bereits erwähnt haben wir uns für das System Statt Fliesen von Ultrament entschieden, allerdings stellte sich im Laufe der Umsetzung heraus, daß das System keine genügende Dichtheit ermöglicht. Im Holzbau werden erhöhte Anforderungen an die Abdichtung gestellt und an den Rigipswänden waren letztendlich diesselben Vorarbeiten wie beim Fliesen notwendig, ein 2-3-facher Abdichtungsanstrich mit Lugato. Erst dann konnten wir mit dem Auftrag der Lackschichten beginnen, das Basisweiss erforderte allerdings aufgrund der schlechten Deckkraft einen 3-maligen Anstrich. Ultrament wirbt ja damit, daß man mit dem System ein sehr grosses Farbspektrum zur Verfügung hat, die Farbmischung und Handhabung der Lasur ist allerdings sehr schwierig, uns hat die Erzeugung von 8 m² gewischter Wandoberfläche (ohne Vorarbeiten) beinahe 1 Tag gekostet. Ich kann das also nicht wirklich empfehlen zumal der Materialpreis fürs Ultrament sehr hoch ist, Frage ist natürlich, was gibts denn für Alternativen?

Ottofond Badewanne Typ Malta in WandnischeStatt Fliesen UltramentBad AntikmarmorBad Boden Bordüre Antikmarmor

Das zweite Problem war dann die Installationswand unter den Fenstern, die eigentlich so gar nicht vorgesehen war, aber von Luxhaus wegen des Wasseranschlusses einfach angebaut wurde. Jetzt hatten wir also eine relativ hohen Wandsockel neben der Badewanne, woraus wiederum ein Arrangement mit Verbindung zum Waschtisch entstanden ist, das wir gerade mit Travertin Steinen verfliesen, die Stunden möchte ich gar nicht zählen…


Hausbau Finanzierung, Baukosten Checkliste

Zu Beginn des Hausbau Projekts, also wenn die Wünsche noch gen Himmel wachsen und man sich an einem wunderschönen Frühlingswochenende das ein oder andere Traumhaus anschaut, scheint ja erstmal alles möglich. Ein Gartenpavillon oder vielleicht ein Schwimmteich oder doch lieber eine vollverglaste Wohnzimmerfront zur südseitigen Holzveranda wär schon schön, ach ja und wo soll denn der offene Kamin hin…

Aber mitten in der Bauphase zeigt sich eine ganz andere Sicht der Dinge. Wieviel Geld haben wir eigentlich noch auf dem Hausbau Konto? Und was können wir denn für die Küche ausgeben? Reicht unser Budget noch für die Holzterasse? Haben wir jetzt endlich das Angebot von der Gartenoase, sollen wir die Einfahrt jetzt oder erst im Sommer pflastern?

Damit also wenigstens der ein oder andere Traum realisierbar wird, sollte man im Vorfeld anfangen zu rechnen. Die Nebenkosten sind nämlich nicht zu unterschätzen. Wir haben eine Kalkulationshilfe für die wichtigsten Gewerke erstellt, die man übrigens zum Vergleich der einzelnen Baufirmen gut gebrauchen kann und die ich gerne weitergebe, von den Fertighaus Baufirmen bekommt man ja sowas nicht, geschweige denn von der Bank.

Excelliste Baukosten


Zimmertüren einbauen, gewusst wie

In Sachen Zimmertüren muss unbedingt der Fachmann ran, vor allem das Setzen einer Türzarge ist nur was für Profis. Weit gefehlt, in den Baumärkten, allen voran mal wieder der Hornbach gibts (im Vergleich zur Ausstattung so manchen Bemusterungszentrums) inzwischen eine umfangreiche Auswahl an schönen Türblättern und eine Tür mit Zarge einbauen kann im Prinzip jeder. In der sehr ausführlichen Einbauanleitung der Zarge wird die Montage bezeichnenderweise von einer Frau vorgeführt, die Holzelemente lassen sich dank Exzenterverbinder ohne Werkbank problemlos zusammenschrauben, vorrausgesetzt man hat keine zwei linken Hände bzw. wirklich keine Ahnung.

Lediglich der Einkauf ist etwas kompiliziert, Anschlag links rechts, lichte Weite, Quer- und Längszarge, welcher Montageschaum usw. Aber das kann man ja alles erfragen oder im schlauen Internet nachschlagen. Wichtig ist der passende Türausschnitt und hier bewährt sich mal wieder die Masshaltigkeit des Holzbaus von Luxhaus. Für die Montage sollte man unbedingt genügend Holzkeile und -blättchen vorbereiten und mindestens zwei Türspreizen verwenden, entscheidend ist das exakte Einpassen und Vermessen beim Zargeneinbau und Probeeinhängen. Am schwierigsten ist eigentlich das Einhängen vom Türblatt zu zweit, einer schaut auf das obere, einer auf das untere Schanier und dann wackelt doch wieder einer, natürlich immer der andere, man selbst hätts ja schon längst drin…

Zimmertür Türzarge fertig eingebaut


Antikmarmor aus Italien

Im Oktober 2005 waren wir bei meinem Bruder in Italien zu Besuch und haben ihm bei der Olivenernte geholfen. Dummerweise haben wir uns von dort ein paar Muster Travertin mitgenommen, da der in Italien um die Hälfte günstiger ist als in Deutschland. Denn als wir ein Jahr später die Fliesen bestellen wollten gabs die bei dem Fliesenladen nicht mehr, eigentlich ein Wunder daß es den Laden noch gibt. Einzige Alternative war eine Bestellung direkt beim Hersteller AZ Marmi in Verona, was zwar sehr billig, allerdings 500 km zu weit weg ist. Den Transport der 50 m² Fliesen mit 1,5t muss man nämlich selbst organisieren und für eine Reise nach Verona hatten wir aktuell leider keine Zeit. Nach ewigem Hin und Her haben wir dann einen Händler hier in München gefunden der uns die Fliesen zu einem bezahlbaren Preis innerhalb von 5 Wochen liefern konnte. Wie man auf den Bildern sieht, haben wir uns für eine Mischung aus getrommelten Travertin Chiaro, T. Noce, Rosa Perlino, Verona Rosso, Scabas und Giallo Reale entschieden, in der Wohnküche haben wir die dann bunt durcheinander gelegt.

Mitte Februar kommt endlich die Lieferung aus Verona. Die Steine sind ordentlich verpackt und insgesamt ist die Qualität gut, letztes Wochenende haben wir mit dem Verlegen begonnen. Damit die Fugen möglichst klein bleiben, sind die Natursteinfliesen knirsch im Verbund gelegt, auf den Bildern noch unverschlemmt. Die Fliesen haben wir mit einer Fliesenkreissäge geschnitten, gibts beim Hornbach für 40 EUR, ist zwar ein rechtes Glump, aber erfüllt seinen Zweck und produziert Dank der Wasserkühlung kaum Staub.

Travertin RandeisteKüchenboden Antikmarmor, Fliesen im Verbund


Das ist jetzt aber kein Holzboden, oder?!

Diese Frage fälllt immer wieder, Laminatboden ist ja hinsichtlich der Optik inzwischen kaum mehr von Parkett zu unterscheiden. Die Qualität in Sachen Verarbeitung ist allerdings sehr unterschiedlich, obwohl laut Stiftung Warentest zum Thema Laminat und Fertigparkett alle Hersteller mit beinahe derselben Technik arbeiten.

Der Laminatboden Montana Living von OBI jedenfalls ist ganz miese Qualität, die Feder bröselt ab wenn man die Panele nur schief ansieht. Aber kein Wunder, schließlich kommt das Zeug ja aus Holland. Fürs zweite und alle weiteren Zimmer haben wir dann ein deutsches Fabrikat gefunden, Rexfloor, wie sich herausstellt die Billigmarke vom Hamberger in Rosenheim, gibts beim Toom für ca. 10 EUR in sehr guter Qualität. Die Klickverbindung funktioniert zwar nach der altbewehrten Schlagtechnik, aber wozu den dreifachen Preis für die revolutionäre superklick Technik ausgeben, die Verlegearbeit bleibt doch dieselbe.

Das Verlegen des Klicklaminats ist in der Bedienungsanleitung sehr ausführlich beschrieben, am besten verlegt man die Panelen versetzt, also den Rest der 1.Reihe erst in der 3.Reihe wiederverwenden, ergibt ein Muster ohne unschöne Treppenstufung, haben wir allerdings erst nach dem ersten Zimmer umgesetzt. Die Trittschalldämmung und Dampfsperre erfolgt mit Selitflex 1,6mm, lässt sich gut verlegen und ist ideal im Zusammenspiel mit der Fussbodenheizung. Übrigens, im sehr umfangreichen Ausbauhandbuch von Luxhaus ist das Thema Laminatfussboden nur kurz beschrieben. Was mich wundert ist die Empfehlung in der Küche Laminatboden zu verlegen. Wer hat schon Lust die einzelnen Bretter untereinender zu verleimen, denn bei dem vielen Wasser quillt der Boden doch bestimmt irgendwann auf, oder nicht?

Laminatboden Typ Siena


Der Architekt von Luxhaus

Mit der Individualisierung des Haustyps Swing 127 sind wir mehr als zufrieden. Der Architekt ist in Sachen Fertighaus eigentlich nur da um Pläne zu zeichnen und die Unterlagen für die Baugenehmigung vorzubereiten. Zu Beginn der Planung findet ein einziges Gespräch statt bei dem die komplette Planung besprochen wird, mehr ist im Leistungsumfang nicht enhthalten. Wir hatten im Vorfeld die Raumplanung bereits selbst vorgenommen und dann nur mehr Details zu Fensterhöhen usw. abgestimmt. Unser Archtiekt war leider nicht aus München, zu empfehlen ist das allerdings, denn im Umgang mit der Lokalbaukommision ist das schon wichtig, allein um zu wissen was beim Genehmigungsverfahren und in Sachen Baumschutzordnung im Detail zu beachten ist. Was mich etwas verwunderte war die Frage zu Beginn der Planung, da frägt er mich am Telefon in welcher Blechart das Pultdach ausgeführt wird, das sollte er doch eigentlich Luxhaus fragen und nicht mich. Die Baugenehmigung wurde ohne Einschränkung erteilt, in Sachen Baumbestand mussten wir zur Erteilung der Genehmigung unserer Vorhaben bei der unteren Naturschutzbehörde persönlich antanzen.

Nachtrag am 11. und am 25. Februar:

Jetzt habe ich schon wieder Post vom Architekten bekommen mit der Aufforderung hier einige Sachverhalte richtig darzustellen. Damit niemand beleidigt wird hab ich meine persönliche Meinung zum Architekten weggelassen. Wegen Zeitmangel und Baustelle ists mir auch nicht möglich im Detail auf irgendwelche Sachverhalte einzugehen, Grabenkämpfe kann ich aktuell höchstens im Garten führen… Allerdings muss ich jetzt schon mal klar machen, dieser Blog schildert meine Erfahrungen und zwar meine persönlichen und soll keine Verleumdungen in Bezug auf die Tätigkeit des Architekten verbreiten, lediglich meine Meinung, für andere gibts eine Kommentarfunktion.


Duschbad mit Bodenablauf

Im Badezimmer ergeben sich ungeahnte Möglichkeiten, endlich kann ich einen lang gehegten Wunsch in die Tat umsetzen, den Gully im Fussboden. Als Kind fand ich das bei unseren Nachbarn sehr beeindruckend, man kann im Bad herumpritscheln ohne nachher das Wasser mühsam aufzuwischen. Im Duschbad EG hat sich unter anderem auch deshalb der Bodenablauf angeboten, weil der Raum relativ klein ist und eine Duschkabine das Bad sehr beengt hätte.

In der Praxis verwendet man für die Dusche ein bodengleiches Element mit dem notwendigen Gefälle für den Wasserablauf, das man sich im Baumarkt bestellen kann, beispielsweise vom Hornbach, Lieferzeit ca 3 Wochen. Das barrierefreie Duschelement von der Firma Illbruck unbedingt zusammen mit den den speziellen Dichtbändern für Innen- und Aussenecken und der Abdichtungsmasse kaufen, die Dichtbänder und Dichtmasse gibt es auch von günstigeren Anbietern, Illbruck bietet zu deutlich höheren Preisen Handwerkerqualität. Der Einbausatz wird zusammen mit einer etwas wortkargen Anleitung geliefert.

Der Einbau selbst erfolgt in mehreren Schritten. Zunächst muss man die Verlegung der Ablussrohre festlegen. Für einen horizontalen Ablauf kauft man sich eine Tüte voll Adapter und Winkelstücke in allen Varianten, von denen man den Rest später wieder zurückgeben kann. Dann braucht man einen tragfähige Unterkonstruktion, entweder einen Estrichsockel oder einen Unterbau verwenden, gibts schön und teuer von Illbruck, am besten schnitzt man sich die Unterbauelemente allerdings aus mehreren Lagen Styrodur, auf keinen Fall loses Styropor verwenden (hatte ich beim ersten Einbauversuch gleich wieder herausgerissen) und verklebt die Lagen miteinander. Den Abflussbereich habe ich mit einem 2-K Montageschaum ausgefüllt, weil die Aussparung in der Bodenplatte nicht anders verfüllbar war. Das Bodenelement auf zwei Seiten zurechtgeschnitten, 5 cm kann man auf jeder Seite bedenkenlos kürzen, und eingepasst. Sobald alles im Wasser ist kann der Einbau erfolgen. Damit Kleber, Montageschaum und Unterbau sich gut verbinden beschwert man das ganze. Nach ein paar Tagen Trocknung habe ich die restliche Aussparung mit Beton Estrich aufgefüllt und die Fussbodenheizung aktiviert.

Vorbereitung BodenausschnittEinbau bodengleiches DuschelementBodenelement mit Estrich eingegossen


Die Maler kommen

Freitag den 30.November wars soweit und vorgestern haben wir noch einen Nachtrag ergänzt. Die Abnahme. Im Prinzip eine reine Formalität, Checkliste abhaken. Aufgrund einiger Schönheitsfehler wars dann aber doch mehr, bei uns jedenfalls wurde noch mal richtig verhandelt. Hart aber fair und mit einem ordentlichen Protokoll ist die Sache jetzt abgeschlossen. Wir besiegeln das ganze mit der Unterschrift auf die letzte Ratenzahlung.

Jetzt kanns also losgehen mit der Muskelhypothek, Wände streichen, Böden verlegen, Sanitärobjekte einbauen, Innentüren setzen. Angefangen haben wir bereits letzten Sonntag mit den Malerarbeiten. Die Oberflächenqualität der Innenwände wurde tapezierfähig ausgeführt. Für uns heißt das alle Fugenbänder in den Wandecken nachspachteln, denn wir wollen keine Tapeten. Die Spachtelarbeiten wurden sehr sauber ausgeführt, deshalb kann man direkt auf die Rigipsplatten streichen. Weil wir der Oberflächenqualität zuerst nicht getraut haben, strichen wir im ersten Versuch rollbaren Rauhfaser, sieht aber nicht aus und ist vollkommen unnötig. Insgesamt frägt man sich natürlich, warum die Jungs vom Innenausbau die blöden Fugenbänder nicht gleich mit verspachtelt haben. Naja, netterweise hat uns Luxhaus einige Säcke Feinspachtel überlassen. Nach Aussagen unserers Bauleiters will Luxhaus die Wände in Zukunft nur noch unverspachtelt oder gleich komplett fertig verarbeitet anbieten, schade eigentlich, denn das Streichen macht richtig Spaß…

endlich können die Maler an die Arbeit


Luxhaus ist fertig

dachten wir zumindest. Bis zum Besichtigungstermin mit Herrn May vom Bauherrenschutzbund am Donnerstag letzter Woche. Ich war platt wieviele Mängel noch vorhanden sind, das Protokoll umfasst 2,5 DINA4 Seiten! Viele Punkte haben wir selbst gar nicht bemerkt, so ein kleines Einfamilienhaus hat doch ein paar Ecken und Bauteile.

Und eigentlich hätte am Freitag dem 9.November der Bauleiter von Luxhaus zur Abnahme vorbeikommen sollen. Aber sein Auto ist unterwegs verreckt. Also ist der Termin vorerst verschoben und wir sind gespannt auf die Reaktion des Herrn Unger, dem wir gestern das Protokoll gemailt haben. Immerhin ist keiner der Mängel gravierend, aber der ein oder andere Trupp von Luxhaus wird sicher nochmal vorbeikommen müssen.


Die Sache mit den Fliesen und der Treppe

Das Aufheizprogramm Estrich läuft, im Haus wirds zwischenzeitlich über 40 Grad heiss, der Gasverbrauch ist immens und wir lüften fleissig. Risse zeigen sich aktuell keine. Den Estrich wird der Gutachter mit einer Richtlatte auf Ebenheit prüfen.

Am 1. November sind wir zusammen mit Herrn Unger durchs Haus gelaufen, um uns Details und die weitere Vorgehensweise beim Ausbau erklären zu lassen. Speziell in den Badezimmern gibt es einiges zu beachten, die Wände im Nassbereich sollen wir laut Herrn Unger zu 100 % abdichten und deshalb mit Lastogum streichen bevor wir weiterarbeiten. Ich habe mir die Produktbeschreibung von PCI durchgelesen, die Verarbeitung ist viel zu aufwendig, zumal wir kein Bad im Sinne eines Schlachtraums wollen und deshalb die Wände möglichst wenig fliesen. Zu Fliesen gibts angeblich eine sehr gute Alternative Namens Ultrament, natürlich beim Hornbach. Das System ist deshalb so interessant, weil man verschiedene Wandoberflächen erzielen kann, zwar keine vergleichbar der Marokkanischen Spachteltechnik Tadelakt, aber immerhin wasserfest.

Gestern Abend dann eine Überraschung beim Auspacken der Treppe. Ursprünglich wollten wir die bis zum Ende der Baustelle eingepackt lassen. Da wir aber am Freitag das Haus abnehmen sollen, müssen wir uns die Treppe natürlich vorher ansehen. Gesagt, getan, ich habe das gute Stück komplett ausgepackt und war schockiert wieviele Kratzer die Treppe bereits hat. Das schlimmste ist allerdings ein Wasserschaden, der seit der Montage vor 8 Wochen unbemerkt geblieben ist und eine Stufe komplett mit Stockflecken überzogen hat. Überrascht waren wir außerdem von der Form der Seitenwangen und des Geländerverlaufs, die wir bei der Bemusterung so nicht gesehen hatten. Dazu kommt noch der Heizkreisverteiler, der heute an anderer Stelle als ursprünglich geplant sitzt und uns jetzt die Unterbauung der Treppe erschwert.


Laminat und Fussbodenheizung

Der Estrich ist nach Durchführung des Aufheizprogramms hoffentlich trocken genug, am 9.November wird der Herr Unger eine Restfeuchtemessung durchführen, die Grenze liegt für Fliesen bei 2,0 und Laminat bei 1,8%.

Im Idealfall verwendet man bei der Fußbodenheizung Fliesen, da diese den niedrigsten Wärmedurchlasswiderstand haben. Da wir aber allein aus Kostengründen nicht überall Natursteinfliesen legen können, sind Alternativen gefragt. Eine momentan günstige, robuste und für Fussbodenheizung gut geeignete ist Laminatboden, da das Material eine hohe Dichte hat. Inzwischen gibt es ja von beinahe jeder Holzart Laminate, wir haben uns einen beim OBI rausgesucht, Marke Montana Living. Leider gibt es zum Material selbst keine genauen Daten, auf der Verpackung finden sich nur ein paar Bilder, das wars. Der Fachberater weiß auch nichts von wegen Kennzahlen, immerhin erklärt er mir die Piktogramme.

Die Fussbodenheizung mag ja bekanntlich keinen wärmedämmenden Bodenbelag, insgesamt sollte der Fussboden einen Wärmedurchlasswiderstand von 0,15 m2K/W nicht überschreiten, das garantiert der Hersteller mit dem Symbol einer Heizschlange. Der Aufbau wäre also Zementestrich, Trittschalldämmung, Laminat. Von der Firma Selit gibt es eine goldene Folie die gleichzeitig als Dampfsperre dient, also speziell für frisch gegossenen Estrich geeignet ist, Selitflex 1,6mm. Hier muss der Estrich allerdings absolut eben sein. Die Rechnung sieht dann folgendermaßen aus:

7 mm Laminat (0,07 m2K/W)
+ SELITFLEX 1 ,6 mm (0,04 m2K/W)
= 0,11 m2K/W

Nach den Zahlen der Firma Selit ist Fertigparkett 14 mm (0,11 m2K/W) eher weniger geeignet, Laminat schon allein aus diesen Gründen die bessere Alternative. Interessante Infos zum Thema Fussbodenheizung finden sich hier. Beunruhigend ist allerdings, daß sich die Zahlen mit denen der Firma Selit nicht wirklich decken. Beim Laminat kann man sich übrigens Imprägnierung bzw. Kantenschutz sparen, wenn man die Panelen verleimt… das garantiert auch, daß die Klickverbindungen nicht ausleiern, macht allerdings einen Haufen Arbeit…


Selber machen

Luxhaus ist mit dem Ausbau fast fertig. Bald können wir also die Baustelle übernehmen und selbst loslegen. Morgen kommt der Bauleiter Herr Unger vorbei, um das weitere Vorgehen zu besprechen und uns zu zeigen wie Innentüren, Sanitärobjekte und Bodenbeläge eingebaut und verlegt werden.

Die letzten Wochen haben wir uns bereits in verschiedenen Baumärkten umgeschaut und ich war erstaunt wie groß die Preisunterscheide OBI zu Hornbach sind, obwohl beide mit den gleichen Lieferanten arbeiten.

Zunächst gings um die Dusch- und Badewannen. Allein bei der Ottofond Badewanne vom Typ Malta ist der Hornbach um über 70 EUR günstigster! Badewanne, Duschwanne, bodengleiches Duschelement und Zubehör habe ich dort bestellt, 4 Wochen Lieferzeit :( In Sachen Beratung ists allerdings sehr schwierig die richtige Auskunft zu bekommen. Zwar sind die Mitarbeiter vom Hornbach in München Freimann alle sehr bemüht und kommen von selbst auf einen zu (und das in einem Baumarkt! war fast unheimlich) leider haben die meisten von ihrer Materie wenig Ahnung. Um eine präzise Auskunft zu bekommen, welches Material warum und wie eingesetzt wird, recherchiert man besser im Internet. Beim bodengleichen Duschelelemet beispielsweise ist die Abdichtung in den Ecken das Entscheidende, der Verkäufer hat erst nicht gewusst was man alles braucht und das Zubehör erst nach mehreren Rückfragen beim Kollegen hoffentlich richtig bestellt.


Innenausbau

Der Innenausbau geht voran, seit 22.Oktober, also Montag letzter Woche sind die Trockenbauer der Firma Brass in Aktion. Es  werden alle Rigipswände -decken verspachelt, das Treppenauge verkleidet, Eckprofile gesetzt und die Fugen Decke-Wand geschlossen. Obwohl ich das Endergebnis noch nicht gesehen habe, muss ich Luxhaus jetzt mal loben, denn die Plattenstösse werden mit Glasfasergewebeband verbunden und die Decken-Wand-Fuge schön sauber mit Papierband verklebt. Die Gipsplatten werden in 2 Arbeitsgängen verspachelt und geschliffen, Oberflächenqualität ist dann tapezierfähig (und nicht wie ursprünglich gedacht tapezierfertig, bin ja mal auf die Erklärung des Bauleiters gespannt, was der Unterschied ist…).


Gas und Wasser

Am Freitag konnte der Gaszähler von den Stadtwerken gesetzt werden, am Nachmittag wollten wir die Heizung in Betrieb nehmen. Um vier Uhr kommt also der Techniker von Viessmann um festzustellen, daß die Heizung nicht befüllt ist. Er hat sich dann geweigert, die Heizung in Betrieb zu nehmen, verständlich, ohne Wasser gehts nicht. Unser Bauleiter, Herr Unger von Luxhaus beteuert, alles vorbereitet zu haben. Der Druckregler zeigt allerdings nichts an, die Leitungen sind leer. Ich hoffe mal, der Heizungsbauer hat die Fußbodenheizung wenigstens ordentlich gespült (laut Viessmann 4-5 mal). Gestern wurde die Heizung endlich gestartet um gleich heute wieder still zu stehen, die Störungsanzeige blinkt. Nachdem der Monteur von Viessmann die Anlage heute noch einmal befüllt hat, läuft nun das Aufheizprogramm für den Estrich. Dauert 15 Tage, und dann noch einmal 15 Tage fürs Abheizen. Erst dann kann man sicher sein, daß der Estrich in Ordnung ist und keine Risse zeigt.

Wasser gibt es aktuell noch keines. Die Wasseruhr kann nicht gesetzt werden, weil die Stadt sich weigert. Interessant ist die Begründung. Solange keine Armaturen und Ablaufwannen in den Bädern montiert sind und die Stadtwerke diese besichtigt haben, wird keine Wasseruhr montiert. Wir sollen doch bitte Bauwasser verwenden.


Der Zeitplan

Zu Beginn der Werkplanung bekommt man von Luxhaus einen wunderschönen Zeitplan. Da denkt man sich, endlich gehts los und ist ob der vielen Termine sehr beruhigt. Denn welcher Hausbauer kann seinen Rohbau schon auf den Tag genau liefern und aufbauen. Dank der Produktion im Werk ist alles bis ins Detail vorrausgeplant.
Allerdings hat so eine Punktlandung auch seine Tücken, schließlich hat man ja auf einen Schlag ein, zwei 40tonner vor der Haustür stehen und einen Autokran mit dazu, der die tonnenschweren Teile über eine 6m hohe Oberleitung (ja sowas gibts hier in München noch) auf die Bodenplatte hieven soll.

Denn jetzt kommt der Bauleiter, der mit einer ganzseitigen Strassensperrung und Isolierung der Oberleitung bitteschön alle Eventualitäten abgesichert haben will. Natürlich kann er darauf bestehen, aber weiß er auch daß das alles einen Haufen Geld kostet?


Elektroinstallation im Holzhaus

Wir befinden uns inzwischen in der sechsten Woche nach Beginn Rohbau. Der Hausbau ist weit vorangeschritten. Der Estrich wurde vor zwei Wochen gegossen, ob die Qualität zum Bodenverlegen ausreicht müssen wir noch überprüfen. Zur Zeit wird der von den Stadtwerken installierte Mehrspartenanschluss mit den Hausanschlüssen im Technikraum verbunden. Heute ist der Elektriker dabei, Heizung und Elektrik anzuschliessen. Gestern haben wir noch etliche Änderungen besprochen und ich war erstaunt, wie freundlich der Herr Fröhlich ist.

Die Elektroinstallation in einem Holzhaus ist eine endgültige Angelegenheit, die Leitungen werden direkt in den Wänden in Leerrohren verlegt und zwischen den Räumen ohne Leerrohre in der Decke verzogen, eine Installationsebene gibt es bei Luxhaus nicht. Was mich ja sehr gewundert hat, ist die Tatsache, daß heutzutage standardmäßig ein Fernsehanschluss und ein Telefonanschluss gelegt wird… und das im Computerzeitalter. Wir haben deshalb jedes Zimmer über ein Leerrohr mit dem Technikraum verbunden, was gar nicht einfach war, da das Haus ja aus Einzelteilen zusammengesetzt ist. Bis auf ein Zimmer ist das Leerrohr überall erreichbar, der Elektriker war vorrausschauend und hat in die Rohre gleich ein Kommunikationskabel eingezogen. Hier sieht man eine Dose in der Aussenwand, die anschliessend eingeschäumt wird.

Wanddosen


Baustelle

Anfang des Jahres haben wir den Vertrag mit Luxhaus abgeschlossen… vorab vom Bauherrenschutzbund prüfen lassen, es gibt ja doch einige Dinge deren Nichtbeachtung viel Geld kosten kann… im Frühjahr die Baugenehmigung eingereicht und im Juni vorliegen…los gings am 1. August mit den Erdarbeiten…  am 17. August war die Bodenplatte fertig… am 4. September konnte das Haus aufgestellt werden…


Die Entscheidung

für den richtigen Hausbauer ist uns recht schwer gefallen. Zu Beginn unserer Planungsphase, also im Sommer 2006, hatten wir uns mit einem befreundeten Architekten und Bauingenieur zusammengesetzt und im Laufe eines halben Jahres Planung und Kostenschätzung ausgearbeitet, einmal Holz- und einmal Ziegelbauweise. Das ganze war aber letztendlich nicht wirklich kalkulierbar, wobei mich überrascht hat, daß ein Holzhaus gar nicht unbedingt günstiger als ein Ziegelhaus ist. Unser fixes Budget sprach also gegen das Modell Architektenhaus.

Durch Zufall sind wir bei unserem Rundgang im Bauzentrum Poing auf die Firma Luxhaus gestossen und fanden dort das Modell Swing 127, das unseren Vorstellungen sehr nahe kam. Anfangs waren wir reichlich unsicher, Luxhaus ist ja auch nicht gerade ein Anbieter, der durch seine günstigen Preise besticht, ein mittelständisches Unternehmen aus Franken eben. Auch deren Produktinformation war sehr dürftig. Wir haben uns Broschüren und speziell den Internetauftritt mehrmals angesehen und ich muss sagen, die Informationen zu den einzelnen Haustypen sind mehr als dürftig. Warum machen die den Interessenten nicht wirklich Lust darauf, sich mit Ihrem Haus zu beschäftigen? Das sind doch alles nur Basisinformationen die dort gezeigt werden. Ich habe nirgens Detailinformationen zum Modell Swing gefunden und wir wussten bis zum Bautermin nicht, wie unser Balkon (den wir ja mitbestellt haben) aussehen wird.

Nachdem wir dann ein verbindliches Angebot vorliegen hatten, haben wir Weihnachten 2006 ein Modell gebaut, um unsere Vorstellungen und die Möglichkeiten der individuellen Gestaltung des Haustyps Swing miteinander zu vergleichen. Das war im Nachhinein eine sehr gute Entscheidung, denn nur so kann man Raumaufteilung und Aussenfassade zusammenbringen, gerade in Bezug auf die Fensterflächen.


Unsere Erfahrung mit Haas Fertigbau

Die Firma Haas ist unter den Fertighaus-Herstellern für seine Kampfpreise bekannt und den Verkaufsberatern anderer Hausbauunternehmen sind die günstigen Angebote von Haas Haus anscheind ein Dorn im Auge. Warum sonst wird Haas als Billiganbieter hingestellt, nach dem Motto bei denen sind sogar die Dachrinnen aus Plastik.

Ob das stimmt und weil Haas in Poing ebenfalls mit einem Musterhaus vertreten ist, haben wir nach unserem Besuch bei Schwörer mal die aktuellen Angebote unter die Lupe genommen. Hier finden sich (je nach Geschmack) alle möglichen Hausformen und Farben. Wir hatten ja noch das Bild der Stadtvilla im Kopf und uns deshalb das Modell La Vita Roma angesehen, apropos Geschmack, unten sieht man mal was im schlimmsten Fall dabei herauskommen kann… wir haben uns also einen Flyer vom Modell La Vita Roma genommen und schwuppdiwupp stand auch schon der Berater vor uns. Das Haus mit den Maßen 9,27×8,22m kostet laut Flyer 132.800 EUR (Stand 10/06) und bietet 117 m² Wohnfläche. Das kam unseren Budgetvorstellungen schon sehr nahe. Auf die Fragen des Verkaufsberaters Herrn Schier zeigten wir ihm unseren Entwurf und er bot uns an, einen individuellen Kostenvoranschlag zu erstellen.

Wochen später stellt sich heraus, daß uns der Baufachberater weniger m² zum beinahe gleichen Preis verkaufen will. Also bleiben wir beim Modell La Vita Roma und prüfen Leistungsbeschreibung, Angebot und Sonderaktion zum Thema 2,5 Liter Haus, denn mithilfe einer Erdwärmepumpe bekommen wir (ohne Mehrpreis!) ein Niedrigenegiehaus nach Kfw 60. Leider stellt sich auf mehrmaliges Nachbohren heraus, daß die Erdsonden Technologie bei uns nicht rentabel einsetzbar ist, wir bräuchten auf unserem Grundstück mindestens 5 Sonden. Der Verkäufer wollte uns aber ernsthaft einreden, daß das alles kein Problem sei und wir da schon eine Lösung finden werden… wie bei allen anderen Punkten, die für uns nicht kalkulierbar waren, z.B. Fensterflächen, Sprossen, Grundrissänderungen, Details zu Carport usw… Im Dezember 2006 haben wir uns dann gegen Haas entschieden, wir wollten einen Hausbauvertrag unter diesen Umständen nicht unterschreiben. Übrigens, die Dachrinnen sind laut Leistungsbeschreibung 1/2006 tatsächlich aus Kunststoff

Vita Roma von Haas


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